
Familie und Bezugspersonen
Der Ausschuss „Familie und Bezugspersonen“ des FASD-Bundesverbandes vertritt die Interessen und Perspektiven von Familien sowie allen Bezugspersonen von Menschen mit Fetaler Alkoholspektrumsstörung (FASD). Im Mittelpunkt der Ausschussarbeit stehen die Lebensrealitäten von Pflege-, Adoptiv- und Herkunftsfamilien (z.B. Verwandtenpflege etc.) sowie von leiblichen Eltern und weiteren Bezugspersonen (z.B. Geschwisterkinder, Partner:innen, Mitarbeitende in Einrichtungen etc.). Ziel ist es, die Bedarfe von Menschen mit FASD im jeweiligen Lebensfeld sichtbar zu machen, Unterstützung zu verbessern und Wissen über FASD praxisnah weiterzugeben.
Die Alltagsbezugspersonen benötigen oft viel Wissen über FASD, auch um das soziale Umfeld über FASD aufklären zu können. Der Austausch mit anderen (Pflege-/Adoptiv)Eltern und Angehörigen sowie Fachleuten kann eine wichtige Unterstützung sein. Netzwerke bieten emotionale Unterstützung, Rat und praktische Hilfe. Die Vernetzung mit Fachleuten verschiedener Richtungen hilft z.B. bei der Einschätzung des Hilfebedarfs.
Alltagsbezugspersonen benötigen auch Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten und wie und wo man sie beantragt. Erste Arbeitsvorhaben des Ausschusses sind deshalb:
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die Entwicklung und Zusammenstellung von Informations- und Unterstützungs-angeboten (z.B. Hilfen durch Pflegekassen, Hilfen der Kinder- und Jugendhilfe und der Eingliederungshilfe etc.).
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Planung und Erstellung von niedrigschwelligen Informationsmaterialien für neue Pflegeeltern, Familienangehörige und weitere Bezugspersonen zur Orientierung und Entlastung. Dafür werden auch vorhandene Materialien und Handreichungen gesichtet, bewertet und zur Nutzung empfohlen.
Ein weiterer Schwerpunkt soll auf der stärkeren Einbindung leiblicher Eltern und Angehöriger von Menschen mit FASD liegen. Sie werden im Hilfesystem häufig nicht ausreichend berücksichtigt, unter anderem aufgrund von Schuldzuweisungen oder Schamgefühlen. Der Ausschuss setzt sich dafür ein, leiblichen Eltern und Verwandten durch die Gestaltung geeigneter Informationsmaterialien einen wertfreien Zugang zu Unterstützung und Angeboten zu ermöglichen und ihre Beteiligung am Hilfeprozess ihrer Kinder zu stärken.
Der Ausschuss arbeitet bundesweit vernetzt und trifft sich regelmäßig in zweimonatigen Online-Sitzungen. Ein Einstieg ist jederzeit möglich und willkommen.


