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Immer Aktuell

Hier informieren wir über Neuigkeiten, Veranstaltungen und Stellungnahmen vom Bundesverband FASD e.V. 

Hier jeweils aktuelle Blogbeiträge, Infos und News:

24.09.2026
Gesetzliche Betreuung bei FASD: Wenn formale Unterstützung nicht genügt

Wer sich im Umfeld von FASD bewegt, weiß, wie wichtig eine gute rechtliche Betreuung sein kann. Sie sichert Ansprüche, hält Verfahren in Gang, verhindert Wohnungsverlust, klärt finanzielle und gesundheitliche Fragen und vertritt Menschen gegenüber Behörden, Gerichten und Leistungsträgern. Sie kann Krisen abwenden und Teilhabe erst möglich machen. Viele Menschen mit FASD und deren Angehörige erleben aber ebenso deutlich: Dass eine Betreuung eingerichtet ist, bedeutet noch lange nicht, dass der betroffene Mensch die Unterstützung erhält, die er tatsächlich braucht. Zwischen dem Anspruch des Betreuungsrechts und dem Alltag klafft eine Lücke. Besonders bei erwachsenen Menschen mit Fetalen Alkoholspektrumstörungen wird aus dieser Lücke nicht selten ein Abgrund.

03.09.2026
Kinderschutz darf FASD nicht länger übersehen

Eine fehlende Diagnose schützt keinen jungen Menschen

FASD fällt noch immer viel zu oft durchs Raster. Kinder und Jugendliche werden über Jahre begleitet, beurteilt und durch verschiedene Hilfen geführt. Trotzdem bleibt die entscheidende Diagnose häufig aus. Die Folgen sind gravierend. Neurologisch bedingte Schwierigkeiten werden als mangelnde Motivation, fehlende Einsicht oder Erziehungsproblem bewertet. Im Jugendalter wachsen die Erwartungen an Selbstständigkeit, obwohl emotionale Reife, Selbstorganisation, Reizverarbeitung und Gefahreneinschätzung möglicherweise deutlich mehr Unterstützung benötigen. Besonders belastend sind die vielen Abbrüche. Schule, Therapie, Ausbildung, Wohngruppe oder Pflegeverhältnis enden, weil das Verhalten nicht verstanden und die Umgebung nicht ausreichend angepasst wurde. Für traumatisierte junge Menschen kann jeder weitere Abbruch die Erfahrung bestätigen, dass Beziehungen nicht halten.

Der Fachartikel von Nevim Krüger zeigt, warum FASD, Trauma und Neurodivergenz verbindlich in Schutzkonzepten berücksichtigt werden müssen. Er benennt die pädagogischen, psychischen, medizinischen, sensorischen und organisatorischen Folgen einer fehlenden Diagnose und formuliert klare Anforderungen an Schulen, Jugendämter, Einrichtungen, Pflegefamilien, Erziehungsstellen und die Justiz. Familiengerichte, Verwaltungsgerichte, Sozialgerichte und Strafgerichte müssen die tatsächliche Funktionsfähigkeit erkennen und FASD fachlich einordnen können.

Kinderschutz beginnt dort, wo wir Verhalten nicht nur bewerten, sondern wirklich verstehen.

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Hier direkt zur Stellungnahme ->

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