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Ausschuss Erwachsene mit FASD

FASD verschwindet nicht mit der Volljährigkeit - doch das Unterstützungssystem bricht oft abrupt weg. Während die Kindheit zunehmend gut begleitet wird, sind junge Erwachsene beim Übergang in die Selbständigkeit mit einer Versorgungslücke konfrontiert. Das betrifft sowohl das Angebot und die Gestaltung der vorhandenen Unterstützungen, veränderte Anforderungen an ihre Selbständigkeit, und meist auch einen Wechsel der kümmernden Personen, die jetzt anstelle der Eltern Fürsorgeverantwortung tragen. Unser Ausschuss setzt genau hier an.

 

Im Fokus stehen die oft fatalen Fehleinschätzungen der Bedarfserfassung: Ämter und gesetzliche Betreuungen überschätzen die Alltagskompetenz Betroffener oft massiv. Im Erwachsenenbereich fehlt es außerdem an ausgebildeten Fachkräften, die FASD-spezifische Bedarfe erkennen. Ohne passgenaue, individuelle Teilhabe-hilfen drohen soziale Verwahrlosung, Obdachlosigkeit sowie schwere sekundäre Erkrankungen (wie Depressionen oder Sucht).

Dabei zeigt die Praxis: Mit den richtigen uund individuell angepassten Hilfen lassen sich selbst krisenhafte Lebensläufe positiv verändern!

 

Wir wollen Aufklärung in die Regelsysteme bringen, den Fachkräftelehrplan mitgestalten und konkrete Lösungen für die Bereiche Wohnen, Ausbildung und rechtliche Betreuung erarbeiten. Ein besonderer Fokus liegt auch auf der Kooperation mit der Wissenschaft, indem Hochschulen, Institute und Forschende ermutigt werden, die Lebensrealität junger Erwachsener mit FASD im Rahmen von Masterarbeiten, Dissertationen oder Projekten zu beleuchten.

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